Davis Cup Wetten Schweiz 2026: zwei Veranstalter, ein Mannschaftswettbewerb, eine geschlossene Liste
Wer in der Schweiz auf den Davis Cup wetten will, hat in diesem Land genau zwei Veranstalter zur Auswahl. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide stehen unter der Aufsicht der Gespa, beide tragen eine Schweizer Bewilligung, und beide decken zusammen das ganze Vertragsgebiet ab. Wer auf einer Seite ohne diese Bewilligung spielt, spielt bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Rechtsschutz, ohne Schweizer Sperrregister und mit einer Quotenmechanik, die niemand in der Schweiz kontrolliert.

Stand der Seite: 20 Oktober 2026, geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsdaten und die Schweizer Veranstalterlisten.
Inhaltsverzeichnis
- Wie der Davis Cup 2026 aufgebaut ist, und warum das die Wette verändert
- Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
- Verlustlimiten, Pausen und Sperre: Spielerschutz im Davis-Cup-Kontext
- Die Schweizer Buchmacher im Vergleich
- Wie viel kostet eine Wette wirklich – was die Marge ausmacht
- Wer profitiert, wer zahlt drauf – die ehrliche Wahl
- Häufige Fragen zum Davis Cup und zur Schweizer Wette
Wie der Davis Cup 2026 aufgebaut ist, und warum das die Wette verändert
Der Davis Cup ist kein Einzelturnier wie Wimbledon oder die Australian Open, sondern ein Mannschaftswettbewerb. Die Begegnung läuft in den Qualifikationsrunden an zwei Tagen, mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel, und jede Partie wird im Best-of-Three gespielt, also zwei Gewinnsätze reichen. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Im Final-Turnier, dem Final 8, werden pro Begegnung nur drei Partien ausgetragen, zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Das verändert die Wette, weil ein Wettschein auf eine Begegnung über mehrere Partien läuft und nicht über einen Match.

Die Ausgabe 2026 ist die 114. und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde wurde vom 5. bis 8. Februar 2026 gespielt, die 2. Qualifikationsrunde folgt vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert, Italien als Titelverteidiger und Gastgeber. Im Vorjahr, dem Davis Cup 2025, hatten sich 161 Nationen angemeldet, von denen 157 spielten, den Titel holte Italien im Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0. Der Wettbewerb wird vom Weltverband ITF veranstaltet, die erste Austragung war 1900, USA gegen Grossbritannien in Boston, und die Rekordpalette führen die USA mit 32 Titeln vor Australien mit 28, davon vier als Australasien.
Wer in der Schweiz auf eine Begegnung wettet, wettet also auf das Ergebnis über mehrere Partien. Eine Einzelwette auf das Final-Ergebnis 2:0 ist nicht dasselbe wie eine Wette auf den ersten Match der Begegnung, und die Wettmärkte spiegeln das: Über-/Unter-Spiele, Sieger der Begegnung, Handicap, und wo es das Programm vorsieht, Wette auf den ersten Satz. Welche dieser Märkte tatsächlich angeboten werden, hängt von der Gespa-Liste ab, und die ist eine geschlossene Liste, kein offener Markt.
Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
Das Geldspielgesetz und die zwei Veranstalter
Online-Sportwetten ist im Schweizer Recht ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, dem BGS, und wird von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht vom ESBK, der nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Sportwetten-Bewilligung gibt es nicht, und die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Was sie veröffentlicht, ist die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Provider per DNS blockieren.
Was die Schweizer Veranstalter voneinander trennt
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, betreibt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist 19 Kantone plus Tessin plus Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen, alle anderen nicht.
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, ihre Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen, alle anderen nicht. Wer im Wallis wohnt, ist Loterie Romande-Kunde. Wer im Thurgau wohnt, ist Swisslos-Kunde. Wer in Obwalden wohnt, ist Swisslos-Kunde. Wer in Genf wohnt, ist Loterie Romande-Kunde. Es gibt keine Überschneidung und keine Wahl zwischen den beiden, der Wohnsitz entscheidet.
Eine Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird per Ausweis-Upload geprüft, die Daten werden gegen Adress-Datenbanken abgeglichen.
Was eine ausländische Seite in der Schweiz bedeutet
Eine ausländische Lizenz, gleich ob Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst, hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Seite ohne Schweizer Bewilligung verstösst gegen Art. 4 BGS, und das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, im gewerbsmässigen Fall bis zu fünf Jahren. Die Gespa kann die Domain auf die DNS-Sperrliste setzen, und sie tut das auch. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, bet365 ist namentlich genannt, Interwetten und Bet-at-Home ebenso, blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Wer trotzdem spielt, hat keinen Schweizer Rechtsschutz, ist nicht im Schweizer Ausschlussregister eingetragen, und Gewinne fallen je nach Kanton unter die Einkommenssteuer, im Thurgau ausdrücklich ohne Freibetrag. Das ist die ehrliche Gegenrechnung zur Werbung, die diese Seiten selbst machen.
Was die geschlossene Gespa-Liste für die Wette heisst
Bewilligt sind nur Sportveranstaltungen. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen. Die Gespa führt eine geschlossene Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, sie trägt das Datum 10.09.2026. Der Davis Cup steht auf dieser Liste, und damit dürfen die Schweizer Veranstalter Wetten auf Davis-Cup-Begegnungen anbieten. Was die Liste nicht führt, gibt es nicht: Ecken- oder Kartenmärkte wie im Fussball fehlen, ein Esports-Abschnitt fehlt komplett, Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, nie auf Trainingsläufe. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.
Was die Liste heisst für den Davis Cup: Wetten auf die Begegnung sind zugelassen, weil der Davis Cup gelistet ist. Welche Märkte innerhalb der Begegnung angeboten werden, liegt am Wettprogramm des Veranstalters. Was die Liste heisst für Live-Wetten: Sie sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS kennt keine gesetzliche Einschränkung bestimmter Live-Märkte. Was die Liste heisst für Cash-Out: Es ist nicht gesetzlich geregelt. Cash-Out ist eine Eigenschaft des Veranstalters, beschrieben nach seinen eigenen Bedingungen, und nicht garantiert.
Wer mitmachen darf
Sporttip und Jouez Sport stehen Personen ab 18 Jahren offen. Minderjährige sind ausgeschlossen, ein Konto pro Person, Identitätsprüfung bei Registrierung. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Wer aus dem Ausland spielt, kann sich nicht registrieren.
Verlustlimiten, Pausen und Sperre: Spielerschutz im Davis-Cup-Kontext
Wer bei Sporttip eine Wette platzieren will, muss vorher Verlustlimiten setzen, eine pro Zeithorizont. Swisslos verlangt eine Tageslimite, eine Wochenlimite und eine Monatslimite, alle drei mit eigener Obergrenze. Die Obergrenze für volljährige Spielende liegt bei CHF 9’999 pro Periode, für unter 21-Jährige ist die Obergrenze deutlich tiefer angesetzt. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Eine Senkung einer Limite wird sofort wirksam, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, das steht in den Swisslos-Bedingungen, und es geht über das gesetzliche Minimum hinaus, das BGS würde 24 Stunden verlangen.

Diese Limiten greifen, sobald die Wette ausgewertet ist, nicht beim Tipp. Sie messen den Verlust, nicht den Umsatz. Wer bei einer Quote 2.00 auf CHF 100 wettet und gewinnt, hat keinen Verlust produziert. Wer verliert, hat CHF 100 gegen die Tageslimite. Wer am Tag fünf Wetten verliert, ist nicht nach der fünften ausgesperrt, sondern erst, wenn die kumulierten Verluste die gesetzte Limite erreichen. Die Limite ist ein Verlustdeckel, kein Wettendeckel.
Die zweite Schutzlinie ist die Pause. Swisslos bietet eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine solche Pause sperrt den Zugang zum Produkt, nicht zur Lotterie, und sie kostet den Spielenden die Frist, nicht mehr. Wer eine längere Pause braucht, kann eine unbefristete Spielsperre beantragen, die wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und in Liechtenstein. Das ist die Spielsperre nach Art. 80–82 BGS. Sie hebt sich nicht von selbst auf, sie muss nach drei Monaten mit einer Fachstelle aufgehoben werden, und sie gilt für alle Veranstalter im Register. Eine Selbstsperre ohne Registereintrag ist eine Pause. Eine Selbstsperre mit Registereintrag ist eine Spielsperre. Sie sind nicht dasselbe.
Wer sich eine Pause setzt, spart sich Wettverluste, verliert aber auch den Zugang zu einem offenen Konto. Wer eine Spielsperre setzt, verliert den Zugang zu allen Veranstaltern im Register. Die Schutzlinie darüber ist die Gespa, die nicht die Limite setzt, aber prüft. Im Jahr 2025 hat die Gespa an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt, 200 Versuche, eine Sportwette an Minderjährige zu verkaufen, 47,5 % waren erfolgreich. Wer behauptet, der Schutz an der Verkaufsstelle sei streng, hat diese Zahl nicht gelesen.
Für eine Davis-Cup-Wette heisst das: Wer in einer Woche zwei Livewetten auf das Davis-Cup-Doppel setzt, ist nicht ausgesperrt, solange die Verluste unter der Wochenlimite bleiben. Wer das Wochenend-Programm mit fünf Einzelwetten durchspielt, kann je nach Limite an die Wochenlimite stossen, ohne es zu merken. Wer nach einem verlorenen Final eine Aufholjagd startet, ist der typische Fall, in dem die Tageslimite greift, und wer ohne Tageslimite spielt, hat keine.
Die Schweizer Buchmacher im Vergleich
Was die Tabelle zeigt und was sie nicht zeigt
Die Tabelle ordnet die Anbieter nach der Schweizer Bewilligung. Die zwei Veranstalter mit Bewilligung stehen oben, die ausländischen Anbieter folgen. Die Spalten lesen sich knapp, aber genau, weil das die Information ist, die für eine Schweizer Wette auf den Davis Cup zählt: Wer hier wettet, will wissen, ob sein Einsatz im Streitfall geschützt ist, und nicht, wieviele Sportarten die Seite listet.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Lausanne |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| BetOnRed | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen: keine, keine Wirkung in der Schweiz |
Die Tabelle ist ehrlicher, als sie aussieht. Sie sagt nichts über die Quoten, weil für die ausländischen Anbieter kein einheitlicher Schweizer Quotenstand besteht, sie sagt nichts über das Wettprogramm, weil die Gespa-Liste das Programm definiert und kein Anbieter ohne Bewilligung darauf zugreift, und sie sagt nichts über die Auszahlungsgeschwindigkeit, weil sich diese ohne Schweizer Aufsicht nicht vergleichen lässt. Sie sagt, wer darf, und sie sagt, wer nicht darf.
Swisslos Sporttip – das Programm und die Mechanik
Sporttip ist der Veranstalter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Das ist das grösste Vertragsgebiet, und wer dort wohnt, hat einen Veranstalter. Die Spielregeln sind in Version 4.2 dokumentiert und gelten seit dem 14. Oktober 2026, das ist die Grundlage, an der sich jede Auswertung misst.
Die Einsatzlimits sind überschaubar und eng. CHF 1 ist der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine Wette unter dem Mindesteinsatz wird auch nicht angenommen. Das ist das engste Band, das ein Schweizer Veranstalter heute fährt, und es ist eng gegenüber dem, was eine ausländische Seite ohne Limit anbietet.
Der Gewinn einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote. Bei einer Kombinationswette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette zu 2.05 mit Einsatz CHF 100 wird also nicht genau CHF 205, sondern CHF 204.95. Das ist ein Detail, das sich über ein Jahr aufsummiert, und es gehört zur Buchmachermarge.
Sporttip hat einen Kombiboost für Online-Wetten, der mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, der Boost gilt online für Prematch, Live und Systemwetten. Es gibt zusätzlich Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten und Profitboosts, die einen definierten Prozentsatz auf den möglichen Nettogewinn eines Ereignisses legen, beide pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei Cash-Out verfällt der Boost.
Cash-Out ist bei Sporttip verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung, nur online, und nur für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Stand des Ereignisses ab, und Swisslos kann Cash-Out jederzeit ändern oder gar nicht anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass ein bestimmter Markt überhaupt Cash-Out führt.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen, beim Fussball etwa Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheidung, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Beim Tennis gibt es keine spielentscheidenden Szenen in diesem Sinn, weil das Spiel selbst entscheidet, aber ein Ballwechsel während eines Break-Points ist nicht geschützt. Wer zwischen Ballwechseln tippt, ist näher am Spiel als wer nach dem Punkt tippt, und wer nach dem Punkt tippt, ist zu spät.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Eine Kombinationswette aus Handicap und Über/Unter auf dasselbe Spiel ist nur erlaubt, wenn der Bet-Builder sie führt. Nimmt Sporttip eine solche Kombination irrtümlich ohne Bet-Builder an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Wer eine Wette verliert und nachlesen will, warum sie nicht ausgewertet wurde, findet die Antwort hier.
Die reguläre Spielzeit ist beim Fussball 90 Minuten plus Nachspielzeit, beim Tennis ist es die Partie bis zur Entscheidung, ohne Berücksichtigung einer allfälligen Verlängerung, weil es im Tennis keine gibt. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Das ist beim Davis Cup ohne Belang, weil keine Begegnung in die Verlängerung geht.
Das Urteil zu Sporttip fällt kurz aus, weil der Veranstalter für die Absicherung das Maximum liefert, was eine Schweizer Wette heute haben kann: Gespa-Bewilligung, Schweizer Sperrregister, Schweizer Rechtsschutz und Verlustlimiten, die der Spielende selbst setzt. Die Limits sind eng, was die Wette für Hochroll-Spieler uninteressant macht. Für einen Spielenden, der mit kleinen Einsätzen auf ein Davis-Cup-Doppel wettet, ist es genau das richtige Band.
Loterie Romande Jouez Sport – das Pendant in der Westschweiz
Jouez Sport ist das Gegenstück zu Sporttip in den sechs Westschweizer Kantonen. Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Wallis oder Jura wohnt, kann bei Loterie Romande ein Konto eröffnen. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann es nicht. Das ist die einzige harte Trennlinie im Schweizer Wettmarkt, und sie liegt am Wohnsitz, nicht an der Nationalität.
Die Spielregeln für Jouez Sport sind nach demselben BGS-Rahmen aufgebaut wie Sporttip. Die Verlustlimiten, die Spielsperre, die Identitätsprüfung und die Pflicht zur Schweizer Verkaufsstelle folgen demselben Muster. Loterie Romande hat 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, das sind die Stellen, an denen ein anonynmer Wettschein gekauft werden kann, ohne Online-Konto. Wer ein Konto hat, kann auch online spielen, wer keins hat, kann an der Verkaufsstelle spielen, mit denselben Regeln und derselben Quotenmechanik. Die Verkaufsstellen sind der Vertriebsweg, nicht das Schutzprofil, und der Testkauf 2025 zeigt, dass die Verkaufsstelle für Minderjährige nicht zuverlässig schliesst.
Was die Auszahlung betrifft, zahlt Loterie Romande Gewinne und Salden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers aus, anonym oder Kryptowährung gibt es nicht. Kredit an Spielende ist ausgeschlossen. Das gilt auch für Sporttip.
Das Urteil zu Jouez Sport ist dem zu Sporttip sehr ähnlich, und das ist kein Zufall. Beide tragen dieselbe Bewilligung, beide unterstehen derselben Aufsicht, beide führen dasselbe Wettprogramm nach der Gespa-Liste. Für einen Westschweizer Spielenden mit Wohnsitz in Freiburg ist Jouez Sport die einzige legale Online-Adresse. Für einen Deutschschweizer Spielenden ist es Sporttip. Wer aus dem einen Gebiet ins andere zieht, wechselt den Veranstalter.
Ausländische Anbieter – 20Bet, WirWetten, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Funbet, Duelbits, Sportuna
Diese acht Anbieter stehen in der Tabelle, weil Schweizer Spielende sie aus Werbung, Streaming oder Vergleichsseiten kennen. Keiner von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung, und keine ausländische Lizenz, Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz Wirkung. Das BGS ist hier klar, und es wird in jedem Verfahren gegen einen Anbieter ohne Bewilligung wiederholt: Wer in der Schweiz Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung anbietet, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis fünf Jahren im gewerbsmässigen Fall. Die Gespa führt eine Sperrliste, Schweizer Provider blockieren die Domains per DNS, blockierte Domains werden ersetzt, die Liste wächst.
Was die Anbieter selbst anbieten, ist eine andere Frage, die diese Tabelle nicht beantwortet. 20Bet und WirWetten werben mit Höchstquoten und breitem Wettprogramm. Betwinner und BetOnRed werben mit Bonusaktionen. BC.Game wirbt mit Kryptowährungen. Funbet, Duelbits und Sportuna werben mit Live-Quoten und Casino-Kombinationen. Keine dieser Werbungen beschreibt die Schweizer Rechtslage, und keine Schweizer Rechtslage honoriert diese Werbung. Wer auf einer dieser Seiten spielt, spielt ohne Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsschutz, und Gewinne fallen je nach Kanton unter die Einkommenssteuer, der Thurgau besteuert sie ausdrücklich ohne Freibetrag.
Das Urteil zu allen acht ist identisch und kurz. Sie sind in der Schweiz nicht bewilligt, sie können in der Schweiz blockiert werden, und die Liste der Bewilligungen enthält sie nicht. Wer in der Schweiz auf den Davis Cup wetten will, hat genau zwei Veranstalter, und das sind die zwei in den ersten beiden Reihen dieser Tabelle.
Wie viel kostet eine Wette wirklich – was die Marge ausmacht
Eine Quote ist kein fairer Preis, sie ist ein Preis minus Marge. Bei einem Zwei-Wege-Markt, etwa Sieger der Begegnung mit zwei gleich starken Teams, würde ein Buchmacher ohne Marge auf beide Seiten die Quote 2.00 setzen. Macht er das nicht, geht die Differenz zwischen den beiden inversen Wahrscheinlichkeiten an seine Tasche. Bei 1.90 / 1.90, dem Preis, den die Seite hier als Beispiel nimmt, ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), und das ergibt rund 95 %, die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt, etwa Sieger eines Matches im Best-of-Three, läge die Auszahlungsquote bei 1.90 / 1.90 / 1.90 entsprechend tiefer, die Marge entsprechend höher, im Bereich von etwa 7 %.
Die Marge wandert in jeden Wettschein. Wer CHF 100 zu Quote 1.90 setzt, gewinnt bei einem Zwei-Wege-Markt im Erwartungswert rund CHF 90, im besten Fall CHF 90, im schlechtesten Fall nichts. Wer diese Wette fünfzig Mal hintereinander platziert, hat im Erwartungswert rund CHF 2’500 verloren, bevor die Auszahlungsquote wirkt, und rund CHF 125 davon sind die Marge. Eine Wette zu 1.90 kostet 5 %, eine Wette zu 1.50 kostet etwa 7 %, eine Wette zu 5.00 kostet etwa 4 %, weil die Buchmacher dort weniger Spielraum haben. Wer viele kleine Wetten zu mittleren Quoten spielt, zahlt die meiste Marge.
Für den Davis Cup heisst das: Die Schweizer Veranstalter arbeiten mit einer Marge, die im Bereich dessen liegt, was der europäische Markt üblicherweise nimmt, und sie ist im Wettprogramm nicht ausgewiesen. Wer eine Quote liest, hat die Marge schon bezahlt. Wer wissen will, wieviel genau, kann die Quoten aller Begegnungen eines Tages nehmen, die Auszahlungsquoten ausrechnen und mitteln. Wer es nicht runter rechnen will, weiss jetzt, dass die Marge irgendwo zwischen etwa 4 und 8 % liegt, je nach Markt und Zeitpunkt.
Wer profitiert, wer zahlt drauf – die ehrliche Wahl
Die Schweizer Veranstalter sind für den Spielenden, der im Vertragsgebiet wohnt, mit einem Schweizer Bankkonto ausgestattet ist, mit kleinen Einsätzen spielt und sich an die Gespa-Liste halten will. Sie sind nicht für den Spielenden, der mit grossen Einsätzen spielen will, der ein Wettprogramm ausserhalb der Gespa-Liste sucht, oder der das Bonus-Programm eines ausländischen Anbieters ausnutzen will. Für diese Spielenden gibt es keinen legalen Schweizer Weg, und der illegale ausländische Weg ist offiziell blockierbar und faktisch steuerlich anders behandelt.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind für niemanden in der Schweiz die sichere Wahl. Sie mögen im Einzelfall höhere Quoten, ein breiteres Wettprogramm oder grosszügigere Bonusbedingungen anbieten, sie bieten aber keinen Schweizer Rechtsschutz, keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und keine gesicherte Auszahlung auf ein Schweizer Konto. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko, mit dem Wissen, dass die Seite heute da und morgen auf der Sperrliste sein kann, und dass die Gewinne je nach Kanton versteuert werden.
Die ehrliche Empfehlung dieser Seite ist nicht «spielt hier», weil die Seite das nicht sagt. Sie ist: Wer in der Schweiz auf den Davis Cup wetten will, wettet bei dem Veranstalter, der für seinen Wohnsitz zuständig ist, setzt vorher Verlustlimiten, hält sich an die Gespa-Liste, und liest die Spielregeln, bevor er eine Wette platziert. Wer das nicht will, hat in der Schweiz keine legale Adresse, und die Werbung der ausländischen Seiten ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht.
Häufige Fragen zum Davis Cup und zur Schweizer Wette
Wo darf ich in der Schweiz auf den Davis Cup wetten?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, beide mit einer Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und unter Aufsicht der Gespa. Welcher der beiden Veranstalter für dich zuständig ist, hängt vom Wohnsitz ab, Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone.
Wie ist der Davis Cup 2026 aufgebaut?
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die Qualifikationsrunden werden an zwei Tagen mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel ausgetragen, das Final 8 verkürzt auf zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert, Italien als Titelverteidiger und Gastgeber.
Was passiert mit meiner Wette, wenn eine Partie abgesagt wird?
Wird eine Begegnung abgesagt oder nicht zu Ende gespielt, gilt die Wette in der Regel als ungültig und der Einsatz wird zurückerstattet, sofern das Ereignis nicht innerhalb der Frist der Spielregeln nachgeholt wird. Einzelheiten regeln die Spielregeln des jeweiligen Schweizer Veranstalters, hier die Sporttip Spielregeln Version 4.2. Wer unsicher ist, liest im Wettprogramm nach, bevor die Wette steht.
Wie viel Marge steckt in den Quoten?
Bei einem Zwei-Wege-Markt zu 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge entsprechend bei rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt zu 1.90 / 1.90 / 1.90 liegt die Marge entsprechend höher, im Bereich von etwa 7 %. Die Marge ist im Wettprogramm nicht ausgewiesen, sie steckt in jeder einzelnen Quote und lässt sich durch Mittelung über alle Quoten eines Marktes abschätzen.
Welche Verlustlimiten muss ich setzen?
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Bei Loterie Romande gelten vergleichbare Limiten nach demselben BGS-Rahmen, die genauen Werte stehen in deren Bedingungen.
Was ist mit Gewinnen aus ausländischen Wettseiten steuerlich?
Gewinnen aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, der Bund setzt den Freibetrag auf CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, die Kantone setzen eigene Freibeträge. Gewinne aus ausländischen Wettseiten unterliegen keiner Verrechnungssteuer, fallen aber je nach Kanton unter die Einkommenssteuer, im Thurgau ausdrücklich ohne Freibetrag. Die Seite ist keine Steuerberatung, der Gang zum Steuerberater oder zur kantonalen Steuerverwaltung klärt den Einzelfall.
Erstellt von der Redaktion von „Wettrechtschweiz”.
